Vom Neugeborenen bis zum Senioren

Kommunale Gesundheitsförderung entlang der Lebensspanne

Ein Artikel von Maren Albrecht

Die Weichen für gesundheitsförderliche Verhaltensweisen werden in den ersten Lebensjahren gelegt. Viele Maßnahmen zur Gesundheitsförderung setzen daher in der frühen Kindheit an. Doch was ist mit den Lebensjahren danach? Warum eine kommunale Gesundheitsstrategie alle Lebensphasen vom Neugeborenen bis zum Senior umfassen sollte, zeigt Ihnen „Ein gutes Jahr mehr“ auf.

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Lebenswelten als Orte der Gesundheitsförderung

Ein Artikel von Maren Albrecht

„Making the healthy choice the easy choice“- um Menschen für eine gesündere Verhaltensweise zu gewinnen, setzt die klassische Gesundheitsförderung schon lange nicht nur am Verhalten Einzelner an, sondern versucht frei nach dem Ausspruch, das Lebensumfeld von Menschen so zu gestalten, dass es sich gesundheitsförderlich auswirkt. Welche Gestaltungsspielräume Kommunen dazu nutzen können, zeigen wir in „Ein gutes Jahr mehr“ auf.

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Wenn es ein ganzes Dorf braucht, um ein Kind gesund großzuziehen…

Ein Blick in die Quartierswerkstatt in Gaggenau, 18.11.2017

Ein Artikel von Maren Albrecht

Das afrikanische Sprichwort „Manchmal braucht es ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen“, haben Sie sicherlich schon einmal gehört. In Anlehnung an diese Lebensweisheit hat das kommunale Gesundheitsprojekt „Ein gutes Jahr mehr“ zur Quartierswerkstatt „Kinder- und Jugendgesundheit in Gaggenau“ eingeladen. Gemeinsam mit den Bürgern aus der Gemeinde diskutieren Experten aus der Wissenschaft, was Kinder und Jugendliche benötigen, um gesund aufwachsen zu können. Da das von Stadtteil zu Stadtteil in Gaggenau unterschiedlich sein kann, führt „Ein gutes Jahr mehr“ gleich mehrere Quartierswerkstätten in den unterschiedlichen Stadtteilen durch. Ein Bericht aus der Quartierswerkstatt aus den Ortsteilen um das Kerngebiet der Stadt.

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Was wäre, wenn wir nicht nur länger, sondern auch besser leben würden? Wie gewinnen wir nicht nur mehr Lebensjahre, sondern auch mehr Lebensqualität?

Was wäre, wenn wir nicht nur länger, sondern auch besser leben würden? Was muss geschehen, damit sich mehr Lebensqualität auch in mehr Lebensjahren ausdrückt?

Diesen Fragen geht die kommunale Gesundheitsinitiative “Ein gutes Jahr mehr” nach. Unter Leitung von Prof. Joachim Fischer erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Mannheimer Institut für Public Health (MIPH), was Menschen in Gemeinden brauchen, um ihr Gesundheitsverhalten zu ändern und wie sich zugleich ihr Wohlbefinden verbressert.

Die kommunale Gesundheitsinitiative basiert auf drei Säulen

  • Es werden möglichst viele Menschen in allen Lebensphasen angesprochen: Kinder und Jugendliche ebenso wie Erwachsene und Berufstätige ebenso wie Seniorinnen und Senioren. Aber auch Unternehmer, Medien, Vereine, soziale Einrichtung und nicht zuletzt die kommunale Politik gehören dazu.
  • Eine Änderung des Verhaltens kann nur gelingen, wenn die Menschen, um die es geht, mit einbezogen werden. Umfragen, Interviews, Bürgerwerkstätten, eine transparente Kommunikation sind wesentliche Bausteine des Projektes.
  • Menschen werden dort angesprochen, wo sie lernen, leben, arbeiten, ihre sozialen Kontakte haben: Die Stadtquartiere haben eine große Relevanz für das Gelingen der Veränderung.

Die Entwicklung einer kommunalen Gesundheitsstrategie wurde von 2016 bis 2019 in der badischen Pilotgemeinde Gaggenau erprobt. Auf unserem Blog zeigen wir wie sich „Ein gutes Jahr mehr“ auch auf andere Gemeinden übertragen lässt.

Unser Dank gilt dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg, das die Anschubsfinanzierung dieser kommunalen Gesundheitsinitiative förderte.

Das Video zeigt eine unserer Veranstaltungen, die wir während der Pilotisierungsphase durchgeführt haben und erklärt exemplarisch für die Lebenswelt Kinder was sich hinter "Ein gutes Jahr mehr" verbirgt.