Der Roseto-Effekt

Gemeinschaft als Gesundheitsressource

Viel Bewegung, gesunde Ernährung, kein Alkohol, keine Zigaretten – das sind die wohl am häufigsten genannten Faktoren, die ein gesundes und langes Leben bestimmen. Mit dem kommunalen Gesundheitsprojekt „Ein gutes Jahr mehr“ verbanden viele Menschen in unser Pilotkommune anfangs sowohl die Hoffnung als auch Skepsis, dass sich dieses „gute Jahr mehr“ per Rezept verschreiben ließe. Eine wichtige und wahrscheinlich von vielen unterschätzte „Medizin“, die ganz ohne Tabletten gesund hält, ist jedoch das soziale Miteinander in einer Gemeinde. Diese ist auch der Dreh- und Angelpunkt unserer kommunalen Gesundheitsstrategie.

Ein Beitrag von Marina Wenzl über ein Forschungsphänomen, das aufzeigt, dass Gesundheit und Lebensfreude in Gemeinschaften ansteckend sind.

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„Wie die Saat, so die Ernte?“

RE-AIM: Maßnahmen kommunaler Gesundheitsförderung am Aufwand und Erfolg messen

Ein Beitrag von Maren Albrecht

Es gibt zahlreiche Projektideen wie sich die Gesundheit in einer Kommune fördern lässt. Wenn dafür öffentliche Gelder aufgewendet werden sollen, dann fragen sich Gemeinderat und Bürgerschaft jedoch schnell, ob das geplante Projekt auch hält was es verspricht. Das aus der Public Health stammende RE-AIM-Modell (Glasgow et al. 1999) zeigt Kriterien auf, die es für eine erfolgreiche Umsetzungsplanung zu beachten gilt. Wir erläutern das „RE-AIM“-Modell am Beispiel der „Walking-Bus“-Initiative.

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Welche Arbeit brauchen wir für ein gutes Leben?

Sichtweisen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern über Arbeitsbedingungen, die ein „gutes Jahr mehr“ ermöglichen

„Wie können uns Arbeitsbedingungen dabei unterstützen ein gutes Leben zu führen?“ Diese Frage stellten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Tübingen zahlreichen Arbeitnehmern und Arbeitgebern in unserer Pilotgemeinde Gaggenau.

Ein Beitrag von Lisa Frebel über die ersten Ergebnisse der Teilstudie. „Welche Arbeit brauchen wir für ein gutes Leben?“ weiterlesen

Ein Einblick in unsere Methoden

Partizipative Gesundheitsförderung mit der Methode World Café

Ein Beitrag von Maren Albrecht

In der partizipativen Gesundheitsförderung

werden Betroffene zu Beteiligten gemacht. Um von den Bürgerinnen und Bürgern zu erfahren, wo in der Gemeinde überhaupt ein relevanter Bedarf nach Gesundheitsförderung wahrgenommen wird, führen wir daher zu Beginn einer jeden kommunalen Gesundheitsstrategie Verfahren zur Bürgerbeteiligung durch. Das World Café hat sich in diesem Rahmen als geeignete Methode bewährt, um möglichst viele unterschiedliche Menschen aus der Gemeinde miteinander ins Gespräch zu bringen. Unsere Infografik gibt Ihnen einen kleinen Einblick, wie das World Café funktioniert.

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Das Quartier als unmittelbarer Sozialraum der Gesundheitsförderung

Ein Artikel von Maren Albrecht

Quartiere sind in aller Munde. Wie Pilze schießen sogenannte Zukunftsquartiere oder Innovationsquartiere aus dem Boden, um in Städten neuen Wohnraum zu schaffen und innovativen Startups die Gründung zu erleichtern. Doch was haben Quartiere mit Gesundheitsförderung und Lebensqualität zu tun?

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Woher kommt eigentlich der Name Gaggenau?

Wie man sich in einer unbekannten Stadt als Wissenschaftler „ortskundig“ macht

Ein Beitrag von Claudia Schlüfter

Gaggenau – eine Kleinstadt mit ungefähr 30. 000 Einwohnern, auf der Karte irgendwo zwischen Karlsruhe und Baden-Baden verortet. Das war zunächst die Information, welche die Wissenschaftler aus Mannheim über Gaggenau hatten. Doch es blieben Fragen wie: Was sind diebesonderen Merkmaledieser Stadt?Über welche Infrastruktur verfügt sie? Wie teilt sie sich auf und welche Stadtteile gibt es? Wie leben ihre Bewohner?Wo liegt diese Stadt landschaftlich eingebettet?

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Gesundheit als kommunaler Standortfaktor

… oder warum Gesundheit als allgemeingültiger Wert in alle Politikfelder integriert werden sollte

Ein Beitrag von Claudia Schlüfter

Damit Gesundheitsförderung tatsächlich gut gelingen kann, braucht es auch die Politik. Denn ob die Menschen in Gesundheit leben können hängt auch von sozialen, wirtschaftlichen, Umwelt-, bildungs- und kulturellen Faktoren ab. Entsprechend können alle politischen Bereiche, sei es die Wirtschafts-, Umwelt-, Bildungs- oder Gesundheitspolitik Einfluss darauf nehmen, ob die Menschen eine gute Gesundheit haben bzw. ob es ihnen gut geht. Hier hat vor allem die kommunale Politik direkten Einfluss auf die Gestaltung einer gesunden Kommune. Aber auch die Landes- und Bundespolitik sind gefragt Gesundheit in allen Bereichen zu berücksichtigen.

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Wenn Bürger und Wissenschaftler gemeinsam forschen

Ein Einblick in die gemeindebasierte partizipative Gesundheitsforschung

Wenn Bürger und Wissenschaftler gemeinsam forschen

Ein Beitrag von Claudia Schlüfter

Es gibt viele Erkenntnisse aus der Wissenschaft was ein gesundes Leben ausmacht. Doch die Umsetzung dieses Wissens in die Praxis und die Verbreitung unter den Bürgern ist schwierig. Deshalb werden die Bürger, um die es tatsächlich geht, immer häufiger selbst gefragt, was sie brauchen um gesund zu leben. Das hat für die Wissenschaft und die Bürger den Vorteil, dass Maßnahmen, die in der Theorie wirksam sind tatsächlich auch in der Praxis direkt bei den Bürgern ankommen und letztlich ihrer Gesundheit zu Gute kommen.

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Wissenschaft zum Anfassen

Viertklässler der Eichelberg-Grundschule betätigen sich als Hilfswissenschaftler in der Gaggenauer Gesundheitsstrategie

Ein Artikel von Maren Albrecht und Sabine Georg

Neben Lesen, Rechnen und Schreiben lernen, passieren von der Grundschule bis zu den Orientierungsstufen in den weiterführenden Schulen eine Menge Dinge, welche die spätere Entwicklung und den Erfolg im Erwachsenenleben beeinflussen. In Kanada setzen Wissenschaftler daher das Middle Years Development Instrument (kurz MDI) ein. Der Fragebogen beleuchtet aus der Perspektive der Kinder, wie es um deren körperliche Gesundheit und Wohlbefinden innerhalb und außerhalb der Schule bestellt ist. Nun soll der Fragebogen erstmals auch in deutschen Schulen eingesetzt werden. Doch kann das kanadische Instrument so einfach auf den deutschen Schulkontext übertragen werden? Das wollen wir von den Viertklässlern der Eichelberg-Grundschule in Gaggenau wissen.

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Lebenswelten als Orte der Gesundheitsförderung

Ein Artikel von Maren Albrecht

„Making the healthy choice the easy choice“- um Menschen für eine gesündere Verhaltensweise zu gewinnen, setzt die klassische Gesundheitsförderung schon lange nicht nur am Verhalten Einzelner an, sondern versucht frei nach dem Ausspruch, das Lebensumfeld von Menschen so zu gestalten, dass es sich gesundheitsförderlich auswirkt. Welche Gestaltungsspielräume Kommunen dazu nutzen können, zeigen wir in „Ein gutes Jahr mehr“ auf.

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