Der Roseto-Effekt

Gemeinschaft als Gesundheitsressource

Viel Bewegung, gesunde Ernährung, kein Alkohol, keine Zigaretten – das sind die wohl am häufigsten genannten Faktoren, die ein gesundes und langes Leben bestimmen. Mit dem kommunalen Gesundheitsprojekt „Ein gutes Jahr mehr“ verbanden viele Menschen in unser Pilotkommune anfangs sowohl die Hoffnung als auch Skepsis, dass sich dieses „gute Jahr mehr“ per Rezept verschreiben ließe. Eine wichtige und wahrscheinlich von vielen unterschätzte „Medizin“, die ganz ohne Tabletten gesund hält, ist jedoch das soziale Miteinander in einer Gemeinde. Diese ist auch der Dreh- und Angelpunkt unserer kommunalen Gesundheitsstrategie.

Ein Beitrag von Marina Wenzl über ein Forschungsphänomen, das aufzeigt, dass Gesundheit und Lebensfreude in Gemeinschaften ansteckend sind.

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Welche Arbeit brauchen wir für ein gutes Leben?

Sichtweisen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern über Arbeitsbedingungen, die ein „gutes Jahr mehr“ ermöglichen

„Wie können uns Arbeitsbedingungen dabei unterstützen ein gutes Leben zu führen?“ Diese Frage stellten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Tübingen zahlreichen Arbeitnehmern und Arbeitgebern in unserer Pilotgemeinde Gaggenau.

Ein Beitrag von Lisa Frebel über die ersten Ergebnisse der Teilstudie. „Welche Arbeit brauchen wir für ein gutes Leben?“ weiterlesen

Was bedeutet ein „gutes Jahr mehr“?

Sichtweisen der Medizinethik auf kommunale Gesundheitsförderung

Was bedeutet ein „gutes“ Jahr? Welche Rolle spielt dabei die Gesundheit? Soll „ein Jahr mehr“ für ein längeres Leben stehen oder für ein besseres bei einem gleich langem Leben? Und heißt „für jeden Bürger“, dass alle gleich berücksichtigt werden sollen oder gibt es Gruppen, die benachteiligt sind, und die deswegen besonders angesprochen werden sollen?

Das Institut für Ethik und Geschichte der Medizin beleuchtet die ethische Sichtweise des Projekts „Ein gutes Jahr mehr“. Herr Prof. Ehni, der Leiter des Tübinger Teilprojekts, erklärt hier die Hintergründe der ethischen Fragestellungen und gibt einen Ausblick was die Gaggenauer Bürger in der Ethik-Bürgerwerkstatt am 06. Juni 2018 im Rathaus erwartet. „Was bedeutet ein „gutes Jahr mehr“?“ weiterlesen

Das „Early Development Instrument“

Ein Artikel von Sabine Georg

Eltern, Kinderärzte, pädagogische Fachkräfte wissen längst:

Die körperliche, kognitive und sozial-emotionale Entwicklung in der frühen Kindheit legt den Grundstein für die Gesundheit und das Wohlbefinden eines Menschen in seinem ganzen späteren Leben. Da ihre Entwicklung durch genetisch-biologische oder auch soziale und Umgebungsfaktoren beeinflusst wird, entwickeln sich Kinder in ihren ersten sechs Lebensjahren sehr unterschiedlich. Manche nehmen sich für gewisse Entwicklungsschritte etwas mehr Zeit als andere. Doch in welchen Fällen muss man tatsächlich von einer Entwicklungsgefährdung ausgehen?

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Das “Middle Years Development Instrument” (MDI)

Kindern eine Stimme geben

Ein Artikel von Sabine Georg

In den meisten Fällen wissen Erwachsene wie z.B. Eltern oder Lehrer, was für ihre Kinder gut ist. Sie beobachten im täglichen Umgang miteinander, wie es den Kindern geht und wo ihre Bedürfnisse liegen. Doch ein Bürgermeister z.B. hat nicht die Möglichkeit, sich in regelmäßigen Zeitabständen nach dem Wohlbefinden eines jeden Schülers in seiner Stadt zu erkundigen. Dennoch interessiert es ihn, denn schließlich ist sein Ziel, dass auch die jungen Bürger in seiner Stadt ein qualitative gutes Leben führen können. Mit dem “Middle Years Development Instrument” bekommen die Kinder eine Stimme. Und sie wird gehört!

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Alles dreht sich um den Ball

Das Konzept „Ballschule“ von Prof. Dr. Klaus Roth

Ein Artikel von Sabine Georg

Ein Ball ist rund, vielseitig einsetzbar und wer mit ihm hantiert, der kommt meist ins Schwitzen oder zumindest in Bewegung. Diese Erfahrung machen viele Kinder täglich und – auch wenn sie sich dessen nicht so ganz bewusst sind – es ist für ihre Gesundheit sehr gut. Doch es gibt auch viele Kinder, die sich aufgrund großen Bewegungsmangels weniger gesund entwickeln. Um daran etwas zu ändern, hat Prof. Klaus Roth vom Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg die „Ballschule“ entwickelt. „Alles dreht sich um den Ball“ weiterlesen